Dr. med. Dirk Scholten
Am Alten Wasserwerk 16
47623 Kevelaer
Flurstraße 77 / Hof
40235 Düsseldorf
Mo. - Fr. 8.00h - 18.00h
Der Umgang mit Kindern erfordert ein besonderes Maß an Einfühlungsvermögen.
Sie kennen Ihr Kind am Besten.
Bereiten Sie es auf die bevorstehende Operation und Narkose individuell vor.
Erklären Sie dem Kind ehrlich, was es zu erwarten hat. Ein Kind, dass einmal "beschwindelt" wurde wird beim nächsten Arztbesuch sicher skeptisch oder sogar panisch reagieren.
Bringen Sie das Kind auf jeden Fall zum Narkosevorgespräch mit.
So kann ich mir bereits im Vorfeld ein Bild von dem kleinen Patienten machen und auch schon eine gewisse Vertrauensbasis schaffen.
Ebenso ist ein Kind bzgl. der Narkoseführung eben kein "kleiner Erwachsener" sondern verlangt in vielen Fällen eine völlig andere Vorgehensweise.
Örtliche oder regionale Narkosetechniken kommen für die allermeisten Kinder nicht in Frage.
Die Vollnarkose ist hier meist das Mittel der Wahl.
Allerdings bevorzuge ich auch bei Kindern die Narkoseeinleitung mittels der intravenösen Verabreichung der Narkosemittel. Hierzu ist eine Venenpunktion mit speziellen, feinen "Kindernadeln" unerlässlich.
Es handelt sich meiner Meinung nach um die sicherste Vorgehensweise, was inzwischen auch von unserer Fachgesellschaft bestätigt wird.
Die Venenpunktion kann allerdings auch durch vorherige leichte Sedierung und/oder die Applikation von EMLA-Pflastern auf die Punktionsstelle wenig traumatisch erfolgen.
Bei kleinen Kindern ist eine Maskeneinleitung manchmal sinnvoller.
Hierbei kommt ausschließlich das moderne Narkosegas " Sevoflurane" zur Anwendung.
So wird dem Kind die Venenpunktion in wachem Zustand erspart.